"Ein Bild sagt mehr als tausend Worte..."

Niniveh - Rekonstruktion von LayardSchon von je her griffen Archäologen auf Illustrationen und Rekonstruktionszeichnungen zurück und halfen damit, ein "lebendiges" Bild von längst vergangenen Orten zu zeichnen.
Damals noch von Hand gefertigte perspektivische Zeichnungen vermittelten anschaulich dreidimensionale Eindrücke vom Aufbau, der Raumwirkung und von Zusammenhängen der kümmerlichen archäologischen Reste. Nicht von ungefähr wohl immer eine Spezialtät der Architekten und Bauforscher.
 

Was hat sich durch die Neuen Medien verändert?

Das Reiterkastell Aalen - 1. Screenshot einer interaktiven Animation Geändert hat sich nur das Werkzeug - nicht die Methode. Viele Projekte arbeiten inzwischen standardmäßig mit digitalen Daten. Es stellt nur einen weiteren Schritt dar, diese multimedial aufzubereiten. Die visuelle Ebene gewinnt durch die sich eröffnenden Möglichkeiten im Multimedia-Bereich an Dynamik und neuem Potenzial.


Das Reiterkastell Aalen - 2. Screenshot einer interaktiven AnimationIndem man sich immer weiter dem Photorealismus nähert, wird so etwas wie Atmosphäre darstellbar. Mit vergleichsweise geringem Aufwand können Variationen von Rekonstruktionen erstellt werden, die Aspekte von Raum und Zeit berücksichtigen. Der Betrachter kann den Blickwinkel beliebig wählen und ändern. Ganze Prozesse können dargestellt werden.


Ein weiterer Vorteil: Das Ausgabemedium für ist variabel. Von interaktiven Installationen in Museen, über DVDs oder Printmedien, hin zu Animationen und Internetauftritten - alles ist realisierbar.
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Wissenschaftlichkeit vs. Neue Medien?

Modell von Troia VI - inklusive besiedelter Unterstadt.Das klingt nach Schnickschnack und "Spielerei"? Vielleicht. Aber diese neuen Methoden bergen erhebliche Möglichkeiten für die Wissenschaft.
Einer jeden Visualisierung geht die zwingend eine wissenschaftliche Auseinandersetzung voran, die ganz neue Wege einschlagen muss. Da wir uns hier im dreidimensionalen Raum bewegen, steigt die Menge der Daten, die berücksichtigt werden müssen um ein Vielfaches. Je komplexer die Rekonstruktion ist, muss umso grüdlicher muss sie bis ins kleinste Detail durchdacht werden. Und nicht selten kommen dabei ganz
neue Erkenntnisse und Blickwinkel zutage.

Modell von Troia VI - ohne die heiss diskutierte Besiedlung der UnterstadtAber auch die Präsentation gewinnt an Möglichkeiten dazu. Je besser die Möglichkeiten einer Visualisierung sind, desto präziser kann ein Wissenschaftler seine Sicht auf die Dinge den Fachkollegen darlegen.
Und hier auf keinen Fall zu vergessen: Die interessierten Laien. Schließlich forschen wir ja nicht nur um des Forschens willen, oder?
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